Viele Betriebe suchen händeringend Personal, und trotzdem finden Bewerber und Unternehmen oft nicht zueinander. Recruiting mit Reels setzt genau dort an: Kurze Videos aus Ihrem echten Arbeitsalltag zeigen potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern, wie es bei Ihnen wirklich ist – dort, wo sie ohnehin täglich Zeit verbringen. In diesem Ratgeber zeigen wir, welche Formate funktionieren und worauf es ankommt.
Kurz zusammengefasst: 2025 blieben in Deutschland rund 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt, während gleichzeitig etwa 84.400 junge Menschen noch eine Ausbildung suchten (BIBB). Jugendliche verbringen im Schnitt 231 Minuten am Tag mit dem Smartphone (JIM-Studie 2025). Reels mit echten Mitarbeitenden machen Ihren Betrieb dort sichtbar – und zeigen, was keine Stellenanzeige zeigen kann: das Team.
Warum Stellenanzeigen allein nicht mehr reichen
Nach der Bilanz des Bundesinstituts für Berufsbildung wurden 2025 rund 476.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Gleichzeitig blieben etwa 54.400 Stellen unbesetzt, und rund 84.400 junge Menschen hatten zum Stichtag noch keinen Ausbildungsplatz gefunden – der höchste Wert seit 2010. Angebot und Nachfrage sind also vorhanden, sie finden nur nicht zueinander.
Ein Grund dafür: Stellenanzeigen erreichen vor allem Menschen, die bereits aktiv suchen. Wer noch unentschlossen ist, scrollt stattdessen durch Instagram, TikTok oder YouTube. Laut JIM-Studie 2025 nennen 33 Prozent der 12- bis 19-Jährigen Instagram als eine ihrer wichtigsten Apps, 23 Prozent TikTok und 20 Prozent YouTube. Wer dort regelmäßig auftaucht, wird zur Option, bevor die Suche überhaupt beginnt.
Was Recruiting mit Reels besser kann als eine Stellenanzeige
- Sie zeigen Menschen statt Stellenprofile: Bewerber wollen wissen, mit wem sie arbeiten. Ein Reel mit dem echten Team beantwortet diese Frage deshalb in Sekunden.
- Sie erreichen auch Nicht-Suchende: Reels werden über die Plattformen außerdem weit über Ihre Follower hinaus ausgespielt – auch an Menschen, die nie nach Ihrem Betrieb gesucht hätten.
- Sie wirken dauerhaft: Eine Anzeige endet dagegen mit der Laufzeit. Ein Kanal mit regelmäßigen Reels baut über Monate Bekanntheit in der Region auf, die bei jeder neuen Stelle hilft.
Formate, die im Recruiting funktionieren
Ein Tag mit …
Eine Auszubildende oder ein Geselle nimmt die Zuschauer durch den eigenen Arbeitstag mit. Das Format ist ehrlich, leicht zu produzieren und beantwortet die wichtigste Frage: Wie fühlt sich dieser Job an?
Azubis erklären ihren Beruf
Gleichaltrige sind erfahrungsgemäß die glaubwürdigsten Botschafter. Kurze Clips, in denen Azubis zeigen, was sie gerade lernen, wirken dadurch glaubwürdig und, sprechen potenzielle Bewerber auf Augenhöhe an.
Humor aus dem Betriebsalltag
Situationen, die jeder im Team kennt, kommen außerdem besonders gut an. Sie zeigen, dass bei Ihnen gute Stimmung herrscht – ohne dass es jemand behaupten muss.
Fragen, die Bewerber wirklich stellen
Wie viel verdiene ich in der Ausbildung? Gibt es Übernahmechancen? Wann fängt der Tag an? Wer solche Fragen dagegen offen in Reels beantwortet, nimmt Unsicherheit und senkt die Hürde für die Bewerbung.
Ein Beispiel aus der Praxis
Für ein Stuttgarter Autohaus produzieren wir seit Dezember 2024 Reels aus Werkstatt und Verkaufsraum. Das eigentliche Ziel war dabei Reichweite, der Effekt zeigte sich aber auch in der Personalsuche: Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerben sich gezielt, weil sie in den Videos ein sympathisches Team mit Humor erleben. Die ganze Geschichte samt Zahlen lesen Sie in der Referenz zum Autohaus.
So starten Sie Ihr Recruiting mit Reels
- Zielgruppe festlegen: Azubis sprechen Sie nämlich anders an als erfahrene Fachkräfte – und oft auf anderen Plattformen.
- Freiwillige finden: Niemand muss vor die Kamera, allerdings gibt es in fast jedem Team gibt es Menschen, die Spaß daran haben.
- Zwei bis drei Formate definieren: Wiederkehrende Formate machen die Produktion zudem planbar und den Kanal wiedererkennbar.
- Regelmäßig veröffentlichen: Zwei bis drei Reels pro Woche sind für die meisten Betriebe ein sinnvoller Rhythmus.
- Den Weg zur Bewerbung kurz halten: Ein Link im Profil, eine einfache Bewerbung per Nachricht oder WhatsApp – jede zusätzliche Hürde kostet Bewerbungen.
Recruiting mit Reels: organisch oder mit Anzeigen?
Organische Reels bauen Bekanntheit und Vertrauen auf, das braucht einige Monate. Wenn eine Stelle schnell besetzt werden muss, lassen sich einzelne Reels zusätzlich als Anzeige gezielt in Ihrer Region ausspielen. Beides ergänzt sich: Wer auf eine Anzeige klickt und ein lebendiges Profil vorfindet, bewirbt sich eher.
Recruiting mit Reels: selbst produzieren oder produzieren lassen?
Beides funktioniert. Wenn Ihr Team die Reels selbst drehen soll, lernen Ihre Mitarbeitenden das in unserem Social Media Workshop an einem Tag bei Ihnen vor Ort. Soll die Produktion komplett ausgelagert werden, übernehmen wir als Social Media Agentur aus Stuttgart Strategie, Dreh, Schnitt und Veröffentlichung in der laufenden Social-Media-Betreuung.
Recruiting mit Reels: Die wichtigsten Fragen
Laut JIM-Studie 2025 zählen für 12- bis 19-Jährige neben WhatsApp vor allem Instagram, TikTok und YouTube zu den wichtigsten Apps. Für Azubi-Recruiting sind Instagram und TikTok deshalb meist die erste Wahl.
Niemand sollte dazu gedrängt werden. In fast jedem Team finden sich aber Freiwillige, die Spaß daran haben. Gerade echte Mitarbeitende machen Recruiting-Reels glaubwürdig.
Organisch braucht es meist einige Monate, bis ein Kanal in der Region bekannt ist. Wenn es schneller gehen muss, können einzelne Reels zusätzlich als Anzeige in Ihrer Region ausgespielt werden.
Den echten Arbeitsalltag, das Team und Antworten auf die Fragen, die Bewerber wirklich haben – etwa zu Arbeitszeiten, Ausbildungsinhalten oder Übernahmechancen. Hochglanz ist dabei weniger wichtig als Ehrlichkeit.
Quellen
- BIBB: Angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt (10. Dezember 2025)
- LFK / mpfs: JIM-Studie 2025 (14. November 2025)
Sie möchten Ihren Betrieb für Bewerberinnen und Bewerber sichtbar machen? Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch – wir zeigen Ihnen, welche Formate zu Ihrem Team passen.
